Das aktuelle Buch „Sarkany – Die Vergessenen erwachen“ zu schreiben, hat erstaunlich lange gedauert und viel Kraft gekostet, obwohl es eines meiner kürzeren Bücher ist. Es war noch schwerer als in den vergangenen Jahren, Zeit und Ruhe zum Schreiben, vor allem zum Überarbeiten, zu finden. Im Moment schaue ich dem E-Book zu, wie es immer tiefer im Ranking absackt. Vermutlich, weil der Algorithmus nichts damit anfangen kann und Leser es deshalb nicht finden.

Mehr als ein Jahr Arbeit, in jeder freien Minute nach dem eigentlichen Job, löst sich gerade in nichts auf. So wie die Bäume in meiner Geschichte, die scheinbar im Wald stehen, obwohl sie längst verschwunden sind. Meine komplizierte Beziehung zum Algorithmus ist schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil ich es maximal einmal im Jahr schaffe, ein Buch zu veröffentlichen und das auch nicht jedes Jahr. Der Gute weiß einfach nichts mit meinem Kram anzufangen, weil ich zu selten vorbeischaue. Deshalb lässt er es gleich ganz bleiben, meine Bücher Lesern vorzuschlagen.
Kater Schrumpels Tod hat zudem so richtig reingehauen. Der Kater war ein wichtiger Teil meines Schreibprozesses. Jetzt, wo er weg ist, klafft dort eine Bruchstelle, die sich nicht reparieren lässt.
Das Taschenbuch für „Sarkany – Die Vergesenen erwachen“ ist inzwischen gesetzt. Sobald ich den Probedruck korrigiert habe, wird es im Buchandel bestellbar sein. Danach schalte ich mein Schreibprogramm bis auf Weiteres aus und hole die Zeichenstifte heraus. Schon letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, die Shopseiten bei Amazon aufzuhübschen. Das will ich gegen den KI-Trend mit eigenen Zeichnungen machen.
Wenn ich es richtig beobachte, gehören seelenlose KI-Bildchen inzwischen zur Grundausstattung beim Coverdesign, Charakterkarten, Insta-Postings und im Amazonshop. Ich zeichne trotzdem weiter. Shit egal, ob der Algorithmus angewidert den Mund verzieht und sich genervt abwendet. (Falls du das liest, mein liebes Freundchen alias „Algorithmus“: Ich mache Schluss mit dir. Es ist aus. Das wars.)
