Trywwidt

Urban Fantasy mit Elfen und Vampiren
Urban Fantasy ist deine Lesewelt? Du liebst Elfen und Vampire? Vor allem, wenn die Fantasiewesen in ein ganz neues Licht gerückt werden? Dann riskiere einen Blick in „Trywwidt“, eine Urban-Fantasy-Geschichte über drei jeweils in sich abgeschlossene Bände mit technikbegeisterten Elfen, die jedem auf die Nerven gehen, und Vampiren, die einfach nur ihre Ruhe haben wollen. Und irgendwo dazwischen kämpfen ein paar mehr – oder weniger – harmlose Menschen mit den Tücken des (Über)-Lebens.
Trywwidt ist eine Urban-Fantasy-Trilogie. Ein genervter Vampir namens Korwin Schwarzvogel sieht sich mit einer quirligen Elfe namens Trywwidt konfrontiert, die ihn dazu bringt, ihr bei der Fahndung nach einer bluttrinkenden Pflanze zu helfen. Die Pflanze könnte alles höhere Leben in der Elfen- wie der Menschenwelt auslöschen. Im weiteren Verlauf ergeben sich aus diesem ersten Auftrag Verwicklungen, die, wie sollte es anders sein, ebenfalls die Vernichtung der Welt zur Folge haben könnten, weshalb es der Elfe gelingt, den Vampir zur Mitarbeit zu bewegen, auch wenn das ganz und gar nicht seiner Natur entspricht.
Coverdesign: Felicitas Platzek | Coverfotos: Anke Merzbach
Klappentext
Band 1 der Abenteuer um die Elfe Trywwidt
Die Elfe Trywwidt hat es vermasselt. Ausgerechnet während ihrer Wache ist die gefährlichste aller Pflanzen aus dem Gewächshaus verschwunden: die »Kaiserin der ewigen Nacht«. Die gesamte Menschheit ist in Gefahr. Schnell weiß Trywwidt, wo die blutsaugende Pflanze steckt: ausgerechnet bei Klaus, dem wohl vertrotteltsten Botaniker der Welt! Die Zeit wird knapp. Gestrandet in der Menschenwelt, sucht die Elfe einen Verbündeten für ihre Jagd auf die Blutsaugerin. Am besten einen, der sich ebenfalls mit dem Saugen von Blut auskennt. Aber kann sie ihrem Helfer wirklich vertrauen? Schon bald muss Trywwidt begreifen, dass die mörderische Pflanze ihr geringstes Problem ist. Wer wissen will, was die »Kaiserin der ewigen Nacht« mit der Pest im Mittelalter zu tun hat; wie wundersam die Erotik zwischen Elfen und Vampiren ist und mit welchen absonderlichen Schimpfwörtern Elfen nur so um sich werfen, ist hier bestens aufgehoben. Klara Bellis’ Roman ist spannend und höchst amüsant. Für alle Fans von toughen Heldinnen, finsteren Schurken und Vollmilchschokolade.
Hinweis für Allergiker: ACHTUNG! Dieses Buch kann Spuren von Elfen, Vampiren und Pflanzenbiochemikern enthalten.
Leseprobe
Er riss die Haustür auf und setzte zu einem Wutgebrüll an, das er sofort wieder verschluckte. Eine kleine Frau mit Raubtierblick und grünen Haaren starrte ihn an. Kein Zweifel, sie war es, die grünhaarige Hexe. Korwin schrie auf und knallte die Tür zu. Die Tür knallte nicht. Der Fuß der Hexe steckte dazwischen.
»Hallo Korwin, schön dich zu sehen«, zischte sie. Sie stieß die Tür mit ihrem Fuß auf. »Was hast du mit Phyrridt gemacht? Du widerliches Monster!«
Schon stand die Irre im Hausflur und trat die Tür von innen zu. Was erlaubte sich das Weibsstück eigentlich? Sie richtete eine goldene Spielzeugpistole auf ihn. Daran war eine winzige Satellitenschüssel befestigt, die sich drehte, als suchte sie ein Ziel.
»Was um Himmels willen ist Phyrridt? Ein Eisenerz? Ich bin kein Mineraliensammler.« Und was sollte das alberne Ding in ihrer Hand? Irgendwie putzig, dachte er. Wie aus einem Comicstrip. Er grinste, als er das bananenähnliche Teil genauer betrachtete. Scheinbar konnte sie Gedanken lesen, denn sie richtete die Metallbanane auf das Bücherregal, das im Hausflur stand. Mit einem Mal sirrte es, die Luft vibrierte, und das Regal löste sich augenblicklich in nichts auf. Das Ding zeigte wieder auf ihn. Verdammt noch mal! Das war überhaupt kein Spielzeug.
»Bist du irre? Die meisten davon hatte ich noch nicht mal gelesen. Was willst du von mir?«
»Ups. Jetzt hab ich deine Bettlektüre eingedampft. Das tut mir aber leid.« Sie sprach die Worte gedehnt und grinste dabei bösartig. »Was ist damals mit Phyrridt passiert? Die Elfe, die vor mir zu dir kam? Warum hast du das getan? Sprich!« Sie stemmte die linke Hand in die Hüfte und schickte ihm einen zornigen Blick. Mit der Waffe – er war inzwischen sicher, dass es sich um eine Waffe handelte – zielte sie ihm direkt auf die Brust.
Was für eine Elfe? Wann? Vor ihr? Ich muss was essen. Verdammt! Der Hunger kroch wieder hervor und breitete sich im Zentrum seines Denkens aus. Der Drang, sich auf den ungebetenen Gast zu stürzen, wuchs ins Unermessliche. Er presste die Zähne aufeinander, bis ihm die Kiefer schmerzten. War es wirklich ein Drang? Oder die Angst davor, die Kontrolle zu verlieren? Das goldene Ding in ihrer Hand stellte definitiv keine gute Basis dar, um diese Frage zu klären. Wie angriffslustig ihre Augen blitzten, und dennoch sah sie niedlich aus, auf eine schräge Weise. Zum Anbeißen niedlich. Und sie roch einfach fantastisch. Nach Wut und Leben.